fasnachtsfieber

fasnachtsfieber

2. Februar 2018 | Fux

Noch 5 1/2 Mal schlafen, bis zur Tagwach. Warum 5 1/2? Weil in Luzern die Fasnacht mit dem Fötzeliräge morgens um 5.00 Uhr beginnt und das für mich persönlich nur als halbe Nacht zählt.

Aber es lohnt sich, meine Lieben. Wer es noch nicht erlebt hat, sollte unbedingt frei nehmen und dieses Spektakel miterleben. Morgens um 5.00 Uhr ist in den Strassen und Gassen von Luzern normalerweise niemand unterwegs. Jedoch am schmotzige Donnschtig ist alles anders. Jeder Quadratmeter ist von Maskierten und Verkleideten vollgestopft. Kein Weg führt an Guggenmusigen vorbei und die Stimmung ist unverkennbar. Jeder wartet auf den Fötzeliregen, der nebenbei bemerkt aus über 5 Millionen Papierschnipseln besteht und damit auf die Ankunft des Fritschivaters, der mit seiner Familie auf seinem Boot im Hafen vom Kapellplatz einfährt.

Damit hat die Lozärner Fasnacht begonnen und die ganze Stadt ist für die nächste 6 Tage im Ausnahmezustand. Umzüge, Konzerte, pompöse Verkleidungen und Gewänder. Jede Guggenmusik hat ihr eigenes Motto und gestaltet (meist) mit einer Wagenbaugruppe das Sujet mit voller Leidenschaft und Fantasie.

Nach dem Schmudo ist der wichtigste Tag der Güdismäntig. Und dazu muss ich euch kurz diesen Begriff erklären. Güdis kommt von Güdel und bedeutet Magensack, Bauch oder Wanzt. Die Bedeutung dahinter ist simpel und irgendwie härzig: Bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt soll man sich am Güdismäntig nochmals ordentlich den Bauch vollschlagen. Und ich kann euch garantieren, das tun die meisten, obwohl sie danach mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht fasten, ich übrigens auch nicht.

Falls man sich am Güdismäntig noch nicht genug vollgefressen hat: Keine Sorge. Die Luzerner haben da natürlich mitgedacht und einfach noch den Güdiszistig angehängt. Wie praktisch! Ebenfalls am Güdisdienstag findet das legendäre  Monstercorso statt. Da laufen alle Guggenmusigen welche sich im Dachverband der «Vereinigten» von Luzern zusammengeschlossen haben einen riesigen Umzug durch die ganze Stadt Luzern und beenden somit die Fasnachtszeit wieder für ein Jahr.

Wer mehr über die Fasnacht wissen möchte, kann entweder langweilig im Netz nach Bildern und Beschrieben stöbern, oder aber eine Maske oder eine Schminke aufsetzen (Zur Nebeninfo: Die Guggenmusiken aus Luzern schminken sich nicht. Sie tragen sogenannte Grende, aber ihr dürft euch trotzdem schminken) sich eine Verkleidung basteln oder organisieren und in den nächsten Zug nach Luzern setzen. Also.. Am Mittwoch Abend dann. Nicht jetzt.

Ich wünsche euch eine ausgefuxte, rüüdige Fasnacht.

Fritschiboot
Fötzeliregen

musikalische, bunte Grüsse aus Luzern

Bildquellen: stephaniewittmer.ch / luzernerzeitung.ch

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